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Branchen-News Meldung:

9. August 2018

Cewe mit deutlichem Umsatzplus im ersten Halbjahr 2018

Im ersten Halbjahr lag der Konzern-Umsatz mit 254,5 Mio. Euro um 8,5 % über dem Vorjahresergebnis (H1 2017: 234,6 Mio. Euro). Damit sieht sich die Cewe Stiftung & Co. KGaA nach dem ersten Halbjahr auf gutem Weg, die geplanten Jahresziele für 2018 zu erreichen. Auf Grund der erwartet negativen Effekte der jüngsten Akquisitionen Cheerz und Laserline betrug das EBIT -3,4 Mio. Euro (H1 2017: -0,4 Mio. Euro). In Summe bestätigen die Halbjahreszahlen die Prognose des Vorstands für das aktuelle Geschäftsjahr: Der Konzernumsatz soll 2018 auf 630 bis 665 Mio. Euro steigen (2017: 599,4 Mio. Euro), das Konzern-EBIT soll im Korridor von 48 Mio. Euro bis 54 Mio. Euro liegen, das EBT zwischen 47,5 Mio. Euro und 53,5 Mio. Euro und das Nachsteuerergebnis zwischen 33 Mio. Euro und 37 Mio. Euro.


„Das 1. Halbjahr 2018 liegt auch mit unseren jüngsten Akquisitionen klar auf Prognose-Kurs“, so Dr. Christian Friege, Vorstandsvorsitzender der Cewe Stiftung & Co. KGaA. Im Fotofinishing-Umsatz habe Cewe deutlich zugelegt, obwohl das extrem heiße Wetter noch mehr als in den Vorjahren dazu führe, dass Kunden zunächst eher fotografieren als Fotoprodukte zu bestellen. „Der erneut gestiegene Umsatz pro Foto beweist, dass unsere Mehrwertprodukte von den Kunden wertgeschätzt werden“, unterstrich Friege. Die Akquisitionen entwickelten sich positiv. So sei etwa mit der Laserline-Akquisition der Umsatz im Kommerziellen Online-Druck um über 21 % gewachsen. „Und nicht zuletzt werden sich die Synergien künftig schrittweise positiv auf die Ergebnisebene auswirken“, so Friege.

Das Geschäftsfeld Fotofinishing hat sich im ersten Halbjahr besonders stark entwickelt und ein Umsatzplus von 7,5 % auf 180,3 Mio. Euro erwirtschaftet (2017: 167,7 Mio. Euro). Damit hat das Geschäftsfeld trotz der seit April herrschenden Rekordtemperaturen und der immer deutlicheren Umsatzverschiebung ins 4. Quartal ein klares Wachstum erzielt. Dazu hat auch Cheerz beigetragen. Auf Grund der noch geplant negativen Ergebnisbeiträge der Cheerz-Akquisition verringerte sich das EBIT auf 0,4 Mio. Euro (2017: 1,6 Mio. Euro). Besonders erfreulich ist aus Unternehmenssicht, dass mit dem Cewe Fotobuch eine Absatzsteigerung von 3,9 % erzielt werden konnte. Zudem sorgten die Mehrwertprodukte wie z. B. Cewe Wandbilder, Cewe Kalender, Cewe Cards, Handyhüllen und weitere Fotogeschenke für zusätzliches Wachstum im ersten Halbjahr – teilweise sogar im saisonbedingt traditionell eher rückläufigen zweiten Quartal. Diese Mehrwertprodukte seien auch der Hauptgrund für die Steigerung des Umsatzes pro Foto um 3,2 % auf 20,07 Eurocent, heißt es in einer Pressemitteilung. „Neben unseren Akquisitionen haben wir in den vergangenen Monaten auch weiter in unsere Markenbekanntheit investiert. In Anbetracht der Umsatzsteigerung unserer CEWE-Markenprodukte hat sich diese Strategie ausgezahlt“, betont Christian Friege. Die gute Umsatzentwicklung sei zudem eine solide Grundlage für das vierte Quartal, in dem in der Regel nahezu der vollständige Jahresgewinn erwirtschaftet würde.

Vor allem durch die Akquisition von Laserline konnte Cewe den Umsatz im Kommerziellen Online-Druck um 21,3 % auf 49,1 Mio. Euro steigern (2017: 40,5 Mio. Euro). Trotz des weiterhin starken Preisdrucks im Inland und des durch den Brexit geschwächten UK-Geschäfts wuchs das Geschäftsfeld aber auch organisch. Das EBIT lag erwartungsgemäß bei -2,1 Mio. Euro und trägt derzeit noch den geplant negativen Ergebnisbeitrag von Laserline (EBIT Kommerzieller Online-Druck H1 2017: -0,2 Mio. Euro). Darüber hinaus verstärkten höhere Papierpreise und gestiegene Logistikkosten diese Entwicklung. Friege kommentierte: „Die deutlichen Umsatzsteigerungen stimmen uns optimistisch. Perspektivisch soll der Kauf von Laserline das Geschäftsfeld klar stärken und ab 2019 einen positiven Beitrag zu den Unternehmenserträgen liefern. Mit Ausnahme von UK ist zudem die Prognose für den europäischen Online-Druck-Markt unverändert positiv. Die Entwicklung vom Offline- zum Online-Druck braucht Zeit. Wir sehen uns gerade auch mit der Übernahme von Laserline sehr gut aufgestellt und erwarten im zweiten Halbjahr eine weitere Umsatzsteigerung.“

Die fortschreitende Fokussierung des Cewe-Einzelhandels auf Fotofinishing-Produkte reduziert naturgemäß den Hardware-Umsatz in diesem Segment. Darüber hinaus verzichtet Cewe weiter bewusst auf margenschwache Umsätze. Daher sanken die Umsätze im Geschäftsfeld Einzelhandel wie bereits in den Vorjahren: Im ersten Halbjahr 2018 wurden 23,3 Mio. Euro erreicht, ein Rückgang um 7,0 % gegenüber dem Vorjahr (2017: 25,0 Mio. Euro). Das EBIT lag mit -0,69 Mio. Euro dabei leicht unter Vorjahresniveau (2017: -0,38 Mio. Euro). „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass in erster Linie das vierte Quartal entscheidend für die Erträge im Fotohardware-Einzelhandel ist. Auch Kameras und andere Foto-Hardware-Produkte sind typische Weihnachtsgeschenke. Daher gehen wir klar davon aus, dass wir sämtliche Jahresziele für dieses Geschäftsfeld erreichen werden“, so Friege. Zudem müsse bei der Betrachtung dieses Geschäftsfeldes immer berücksichtigt werden, dass der Einzelhandel ein wichtiger Absatzkanal für Fotofinishing-Produkte sei, die wiederum im Geschäftsfeld Fotofinishing ausgewiesen werden.

Mit einer Eigenkapitalquote von 54,9 % zum 30.06.2018 (30.06.2017: 62,4 %) ist Cewe weiterhin sehr solide finanziert. Ursache für die leichte Verringerung ist die Bilanzverlängerung durch die Akquisitionen von Laserline und Cheerz sowie durch den Kauf der Immobilie „Saxopark“ dem Online-Druck-Standort von Saxoprint. Der Ertrag auf das eingesetzte Kapital (ROCE) sank von 20,5 % im Vorjahr auf weiterhin sehr ordentliche 16,5 % per 30.06.2018. Auch hier führten die Zukäufe zu einer Steigerung des durchschnittlichen Capital Employed. Friege fuhr fort: „Aufgrund des strategisch hohen Wertes sowie der Ertragspotentiale der Zukäufe und der relativ preiswerten Standort-Sicherung im Saxopark, wird zwar die Verzinsung kurzfristig sinken, der Wert des Unternehmens aber langfristig substantiell steigen.“

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